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Yellow Bird Learns To Fly
Deutsch

Yellow Bird Learns To Fly

Blackbird singing in the dead of night,
take these broken wings and learn to fly,
all your life, you were only waiting for this moment to arise.

Ach die Beatles…Ein Song der mich an meine Kindheit erinnert und vor allem an die Tage als “Little Bella”.

Ich war schon immer eine kleine Träumerin um ehrlich zu sein. Meine Kreativität und vor allem das Tagträumen kannten keine Grenzen und ich habe es geliebt über den Tellerrand zu sehen, zu wissen was in der Welt da draußen passiert. Dieser Song ist vielleicht nicht einer der berühmteren von Ihnen aber für mich hat er Bedeutung, vor allem wenn man zwischen den Zeilen liest.

Yellow Bird Gen Westen

Eine Amsel mag vielleicht nicht das richtige für diese Saison sein, deswegen ziehe ich lieber eine leuchtendere Farbe in Betracht, gelb wie die Sonne passt da schon eher, um dieses Kleid zu beschreiben. Es ist nicht irgendein Kleid, sondern eines der Kleider die ich bereits seit mehr als 3 Jahren besitze. Dieses Kleid hat für mich eine besondere Bedeutung und ich bringe sehr viele Geschehnisse in meinem Leben damit in Verbindung. Auch wenn es nur ein Kleid war, dass ich um glatte 50 Euro bei Mango ergattert habe, war es dennoch das Kleid das ich zu meinem ersten Date mit meinem Mann trug und das Kleid, welches ich mir gegönnt habe als ich mein Zielgewicht erreicht habe. Ja, ich hatte so einige Pfunde mehr auf den Hüften vor gut 4 Jahren. Es sind aber nicht nur diese zwei Gründe die das Kleid für mich ins Rampenlicht rücken, sondern die Geschichte die es erzählt.

Hättet ihr mich vor gut einem Jahr noch gefragt, ob für mich in Frage käme meine Heimatstadt Wien zu verlassen, hätte ich euch womöglich fragend angesehen und gesagt “Niemals!”. Von Wien wegzuziehen und in ein unbekanntes Abenteuer zu starten, war nie von Beginn an meine Absicht und ich dachte auch, dass ich mit der Hochzeit und meinem Mann die Segeln bereits gesetzt hätte. Ich wusste, dass man Gewohntes nicht gerne loslässt, aber ich wusste auch, dass dies noch nicht alles gewesen sein konnte. Ich wollte ein Abenteuer, wieso auch nicht? Um es auf den Punkt zu bringen: Ich ziehe nach London und zwar sehr bald! Woohoo! Dieses Geheimnis, diese Bürde oder besser gesagt diesen Rucksack voller Steine abzuschnallen tut wirklich gut. Seit November steckte ich in einem Auf und Ab Prozedere und nur mein Mann und meine Familie wussten davon. Nach einem langen Gespräch während unserer Flitterwochen, habe ich beschlossen weitere Schritte in die richtige Richtung zu unternehmen. Zum ersten Mal wusste ich ” das ist es, das ist genau das was ich machen will”. Mode und vor allem die kreative Szene wird in Österreich immer gerne belächelt, was ich schade finde und was mich dazu bewegt hat die Herausforderung in London anzunehmen. Ich habe es des Öfteren versucht und habe einfach eingesehen, das Schreiben und die Kreativität meine Welt ist, wo ich bleiben möchte und wachsen will. Auch wenn mir die Entscheidung zwecks Bauunternehmensjob kündigen nicht leicht fiel, bereue ich es dennoch nicht – den jetzt weiß ich umso mehr,dass alles einen Sinn macht. Solange man das verfolgt was man liebt und hart darum kämpft, hat man immer Erfolg. Natürlich war das letzte halbe Jahr emotional gesehen eines der Schlimmeren und war nicht immer so rosig wie es manchmal scheint. An sich selbst glauben war mein “”Key to Success” und ich bin mega stolz drauf, dass ich es beinhart durchgezogen habe.

Mein Blog ist mein Baby und ich wusste, dass dieses kleine Buch aus Gedanken eines Tages mehr sein würde, etwas Professionelles und nicht nur ein Hobby. Wenn ich euch eins sagen kann, ich habe die letzen Monate viel Ellbogentechnik betrieben – durchkämpfen, Augen zu und durch. Hätte ich ab und zu meine Sturheit gehabt, wer weiß ob ich so weit gekommen wäre. Jedenfalls hat es Klick gemacht und ich habe mich an den zwei größten Modeuniversitäten Londons beworben, der Central St. Martin und London College of Fashion, um Modejournalismus zu studieren. Dass es mich allerdings gut 6 Monate in Schach hielt, habe ich wirklich unterschätzt. Begonnen bei mehreren Flügen zu Interviews, bis zu einem Packerl Modeartikel inklusive Portfolio und dem finalen IELTS Test am britischen Konsulat, habe ich alles getan, um meinem Traum ein Stück näher zu kommen. Verglichen mit Wien und der Tatsache das dort maximal 40 Studenten im Jahr genommen werden, hat mich oft ins Grübeln gebracht. Nachdem ich im März nichts mehr gehört habe, dachte ich: Forget it, du hattest wenigstens den Mumm und hast es versucht. Vor 3 Tagen kam dann die Zusage von der London College of Fashion…und ich kann es immer noch nicht fassen. Ich bin so unendlich glücklich, dass ich es mit Worten nicht ausreichend beschreiben könnte. Jetzt bin ich umso motivierter weiter auf das Gaspedal zu treten.

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Credits:

Kleid: Mango
Taillengurt: Mango
Ballerinas: Zara
Ohrringe: Ben Amun



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Es tut wirklich gut diese Neuigkeiten mit euch teilen zu dürfen, den Ballast abzuwerfen. Im September gehts dann richtig los, doch bis dahin werde ich mit dem Umzug und Amtswegen beschäftigt sein – Falls jemand Tipps hat, ich wäre euch echt dankbar! Auf jedenfall ist das nicht nur eine weitere Bereicherung für mich sondern auch ein kleiner Richtungswechsel für den Blog – die Reise kann beginnen.

Dieses Wochenende ist mit Abstand eines der Besten und der Grinser in meinem Gesicht hält wohl noch ein wenig an ;)
Genießt es <3
xx Bella


Fashion pen behind the Wearabelle Journal │Fitness junkie who lives by the Wine Not Wednesday rule and cheese.

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