close
Ich Werde Modejournalismus Studieren…
Deutsch

Ich Werde Modejournalismus Studieren…

Es ist schone eine Weile her seitdem ich einen persönlichen Blogeintrag gepostet habe. Die letzten Monate waren ein einziges Auf und Ab, doch ich bin mir sicher, dass sich bald alles legen wird.

Die größte Änderung kommt im September auf mich zu: was hat es mit Modejournalismus auf sich? Ehrlich: ich weiß es selbst nicht. Es ist mehr eine Entwicklung, die vor Jahren angefangen hat und mich hierher gebracht hat. Letzte Warnung: dieser Post wird recht detailliert und wird euch ein wenig Einblick in mein bisheriges abenteuerliches Leben geben.

Vom Küken zum Schreiberling

Why I'm Going To Study Fashion Journalism-6Why I'm Going To Study Fashion Journalism-4

Im Deutschunterricht habe ich es immer genossen Geschichten und Essays zu schreiben. Ich konnte in eine andere Welt eintauchen und so meine Kreativität und meinen Schreibstil verbessern. Obwohl ich sehr jung war, hinterfragte ich alles und vor allem die Sachen die rund um mich passierten. Ich bekam mein erstes Tagebuch mit 14 und fing an all die kleinen Dinge im Leben zu dokumentieren ganz gleich ob mich was nervte oder ein einzigartiges Ereignis fesselte. Als ich mit den Hausaufgaben fertig war, blätterte ich in den Modezeitschriften meiner Mutter, die sich am Wohnzimmertisch stapelten. Die Hochglanzbilder und die Farben begeisterten mich, aber vor allem die Storys und die Cover. Ich begann einzelne Ausgaben zu sammeln, und hebte mir die guten Stücke auf. In der Schule hatte ich noch absolut keinen Plan, was eines Tages aus mir werden sollte, doch ich wusste, dass ich Mode unbeschreiblich toll fand. Damals war die Schneiderausbildung die einzige Möglichkeit etwas in diese Richtung zu machen – und ich habe was das Thema anbelangt zwei linke Hände. Technisch handwerklich war ich wohl besser unterwegs und das kreative Freihandzeichnen und Skizzieren waren eine meiner liebsten Beschäftigung, sprich Creativity hoch 3. Wie so ziemlich jeder Teenager in dem Alter, folgte ich dem Rat meiner Eltern und begann eine sinnvolle 5-jährige Ausbildung an der HTL, in der Hoffnung damit fürs Leben ausgesorgt zu haben. Ich habe recht schnell bemerkt, dass es eindeutig die falsche Entscheidung war, zog es aber durch und hatte nach 5 Jahren meine Diplomarbeit in der Tasche. Danach war ich auf mich alleine gestellt. Bahn frei für mich und meinen eigenen Kopf.

Ich entschloss ein paar Praktika zu machen, arbeitete als Assistentin für Stylisten und Make-Up Artisten. Die Arbeit war unbezahlt sowie vieles in der Branche, aber nur so konnte ich herausfinden was das Richtige für mich ist. Deshalb hier und jetzt meine Empfehlung: bevor ihr euch in eine langjährige Ausbildung stürzt: schnuppert in den Job eurer Wahl herein und lernt den täglichen Ablauf kennen – das schützt vor platzenden Seifenblasenträumen ;) Auch ich habe bei diesen Praktika viel gelernt – unter anderem, dass ich keinen von diesen Jobs mein Leben lang ausführen will. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass es absolut nicht das war was ich wollte, einfach nur nicht zu 100 Prozent. Alles hat ein Für und Wider und im Falle Makeup Artist habe ich auch einiges dazu gelernt. Ich habe die Zeit als Make-Up Artistin wirklich genossen und bin froh die Ausbildung gemacht zu haben. Den Pinsel zu schwingen und den Menschen durch die Veränderung wieder etwas zurückgeben zu können, ist Balsam für die Seele. Ich wusste aber auch, dass die Konkurrenz groß war und dass die richtig großen Aufträge für Magazine usw. unbezahlt blieben. Das war bei den Praktika ja noch lustig, aber an der Schwelle zur Selbstständigkeit kann man mit einem unbezahlten Job leider nicht die Miete begleichen. Geld war sicherlich ein Mitgrund, um mit der Selbstständigkeit zu pausieren aber um ehrlich zu sein war ich auch nicht 100 %ig bei der Sache. Neben meiner Berufstätigkeit hatte ich auch meinen Blog, der sich damals noch nur auf Beauty spezialisierte – ich erinnert euch vielleicht noch an Beauty by Soraya, der dann zu Wearabelle wurde und der Fokus komplett auf Mode gelegt wurde. Und natürlich wurde auch diese Entwicklung mit einem kleinen Praktikum bei einem kleinen Magazin in Wien belohnt.

Why I'm Going To Study Fashion Journalism-5

Sobald ich mit meinem Praktikum begonnen hatte merkte ich, Yes das ist es! Meine Liebe zum Schreiben und mich ständig selbst herauszufordern hat mich auf die nächste Ebene gebracht. Ich hatte bereits nach wenigen Wochen mein eigenes kleines Baby, einen Mini Kolumne die ich selbst betreuten durfte. Neben der Kolumne durfte ich auf einiges an Events besuchen und darüber berichten. Es war eine tolle weitere Erfahrung, die ich machen konnte und ich hatte wieder die Gelegenheit mir ein paar neue Skills anzueignen, von denen ich später gut Gebrauch machen konnte.   Ich wusste jedenfalls, dass ich mit Kopf und Herz auf eine Sache fokussiert war – für ein kleines Magazin oder eine Zeitschrift eines Tages schreiben zu dürfen. Nachdem ich mir bewusst war, wo die Reise hingehen soll, habe ich mich bereits in meinen Flitterwochen schlau gemacht – vor gut über einem Jahr – welche Ausbildungsmöglichkeiten es gibt und vor allem wo. Das es in Wien dazu leider keine Möglichkeit gab mit dem Fokus auf Mode wusste ich bereits, weshalb kein Weg drumherum führte ins Ausland zu gehen. Damit es mich nicht all zu weit wegzieht, blieb ich bei London hängen und wurde schließlich fündig bei der London College of Fashion mit dem Studiengang Modejournalismus. Was Mode anbelangt sind London, Paris und Milano recht gut entwickelt und bieten zahlreichen renommierte Studiengänge an. Modejournalismus grob zusammengefasst ist für jeden, der eine Liebe zu Stift und Papier hat als auch zum Text mit einem Klecks Mode. Berufe wie Fashion Editor, die recht multitasking-fähig agieren über Modekritiker und Schreiberlinge ist alles möglich. Aufjedenfall ein gutes Studium mit viel Praxis und Eigenarbeit. So nun habe ich euch einen Roman getippselt und hoffe ihr nehmt es odeir nicht all zu übel. Ihr wisst ja jede gute Story braucht ein Anfang und ein Ende sonst ergibt es von vorne bis hinten keinen Sinn :P Nur noch wenige Wochen dann ist es soweit!

xx Bella


Fashion pen behind the Wearabelle Journal │Fitness junkie who lives by the Wine Not Wednesday rule and cheese.

INSTAGRAM FEED

Follow on Instagram