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Ich ziehe nach London #2 – Karten und Konten
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Ich ziehe nach London #2 – Karten und Konten

Starten wir in eine neue und etwas kühlere Woche. Hurray! In meinem letzten Ich ziehe nach London Post, konntet ihr bereits etwas über meine Was-zu-tun-ist-bevor-Abflug Liste erfahren und einiges mehr. Im zweiten Teil dreht sich alles rund um das Thema Versicherung, was bedeutet NIN eigentlich, Studentenrabattkarten sowie das meistgehasste Thema Bankkonto. 

Fakt ist, ich ziehe nach London und das sogar sehr bald. Was mich allerdings am meisten überrascht hat ist der Kampf um Versicherung, in Österreich geht es uns wirklich verdammt gut was die allgemeine Versicherung anbelangt, sowie die Eröffnung eines Bankkontos. Ersteres ist ein wenig leichter als Letzteres, denn hier wird fast allen, die frisch aus einem EU-Land anreisen ein Konto verwehrt. Heißt nicht, dass es bei allen Banken der Fall ist, aber leider bei den meisten. Die Anforderungen sind diesbezüglich auch recht hoch, da auch einiges an Nachweisen zu erbringen ist. Bei den meisten Banken die bei mir auf der Liste standen war eines der Anforderungen mindestens drei Jahre im Vereinigten Königreich wohnhaft gewesen zu sein, was bei mir schlichtweg nicht möglich war. Wie ihr seht, war auch ich recht leichtgläubig was das anbelangt, aber es gibt immer einen “Workaround” aka zweiten Weg ;) Mehr dzau später.

ISIC Card

Hinter der Abkürzung versteckt sich die “International Student ID Card” und diese hält für euch jede Menge Rabatte und Boni in Restaurants und Geschäften bereit. Ihr wollt günstiger auf das London Eye? Das ist die Karte dafür und alles was ihr dafür braucht, sind ein paar Klicks im Internet und schon habt ihr die Karte in nur wenigen Tage bei euch im Postfach. Abgesehen von den vielen Vorteilen, dient sie auch zum Ausweisen und wird auch anerkannt.

TimeOut Card

TimeOut ist eine Art von “Wo-gibt-es-was” Online Magazin für London und es hat auch eine eigene Rabattkarte. Damit bekommt ihr jede Menge Ermäßigungen bei Kinos, Ausstellungen, Restaurants, Attraktionen. Je mehr Discountkarten desto besser ;)

Oyster Card

Die wichtigste Karte, die es gibt, um in London zu überleben. Da ich in Wien eine Jahreskarte habe, ist die Oyster Card ein ganz neues Kapitel für mich. Sie verfolgt das “Pay-as-you-go”-Prinzip und dabei ladet ihr euch einen gewissen Betrag auf die Karte und jedes Mal, wenn ihr mit der Tube, dem Bus unterwegs seid, wird ein Single Ticket per Touchfunktion abgebucht – und das sogar mit einem Tageslimit! D.h. wiederum, dass wenn ihr ein Tageslimit erreicht, euch nicht mehr abgezogen werden kann, da ihr höchstwahrscheinlich ohnehin schon zuviel London an diesem Tag bereist habt. Ihr könnt die Oyster Card bei jeder Station aufladen und bei allen großen Bahnhöfen kaufen. Was allerdings auch neu für mich war – Aufladen in ausgewählten Shops gibts jetzt auch.

National Insurance Number

Um eine National Insurance Number (NIN), eine Art Steuernummer, zu bekommen, muss man viele Behörden besuchen. Ihr müsst euch zuerst einen Termin bei JobCentre Plus ausmachen, um dort alle notwendigen Dokumente vorzuzeigen:

  • Aufenthaltsgenehmigung
  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde
  • Führerschein (wobei in UK gelten eigene Regeln!)

Das ganze erfolgt in Form eines Interviews zu dem ihr persönlich erscheinen müsst. Gesagt getan, ist eigentlich nur mehr warten angesagt, bis ihr verständigt werdet.

Bankkonto Ahoi!

Dank LondonNewGirl habe ich diese praktische Seite entdeckt, die u.a. ein UK Kickstarter Paket anbietet, das NIN und Starter Bank Account beinhaltet. Für alle die, die recht unsicher unterwegs sind: Ihr bekommt Unterstützung bei den NIN Behördengängen und ein paar Boni wie z.B. Durchstarter Sim-Karte mit ein paar Pfund sowie Straßenkarten. Beim leidigen Thema Bankkonto kann es schon recht hilfreich sein zu wissen wo man hin muss, da man fast schließlich überall ein regelmäßiges Einkommen vorweisen oder eine hohe Ersteinzahlung tätigen muss – beides hat man als Student eher weniger.

Ich habe trotzdem beschlossen das ganze selbst in die Hand zu nehmen und habe nach ein paar Stunden auf Studentroom einige recht hilfreiche und seriöse Banken gefunden, die EU Einwanderer bei der Kontoeröffnung unterstützen – es gibt noch Hoffnung! In vielen Fällen bedeutet das, dass euch einige knifflige Nachweise erspart bleiben und ihr kein hohes Darlehen einzuzahlen habt. Daher kann ich euch zwei Banken empfehlen, die super Studentenkonten anbieten und bei denen der ganze Prozess extrem vereinfacht wird. Barclay’s und Lloyd’s haben für solche Fälle genau das Richtige.

Phew…Die Finger wundgetippt, in der Hoffnung euch wieder ein paar hilfreiche Zeilen gespendet zu haben, wünsche ich euch noch einen entspannten Start in die Woche!

xx Bella


Fashion pen behind the Wearabelle Journal │Fitness junkie who lives by the Wine Not Wednesday rule and cheese.

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