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Das Leben ist eine Brezel
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Das Leben ist eine Brezel

Das Leben ist eine Brezel, manchmal jedenfalls. Dieses Zitat sitzt mir für heute im Kopf, weil der heutige Tag sich nicht anders ausdrücken lässt. Sonntage sind eigentlich nicht meine Tage, zumindest nicht die, die ich vor meinem Laptop und an den Tasten verbringe. Der heutige Post ist ein recht ungewöhnlicher und ungeplanter, aber auf “bloggisch” gesagt musste ich es mir einfach von der Seele tippen. Nachdem ich jetzt die Tage schon nervös herunterzähle, versuche ich auch jede Minute so effektiv wie möglich zu nutzen. Unter anderem habe ich die letzten zwei Stunden damit verbracht meine Mailaccounts um 1400 Mails zu erleichtern. Ich weiß nicht ob ich eine von Vielen bin oder einfach die Einzige, aber eins weiß ich gewiss, 3 Jahre Mails zu sammeln macht keinen Spaß. Kurz auf den Punkt gebracht, bin ich recht tollpatschig was das Löschen von Mails angeht und meistens landen die Wichtigen Dinge eher im “Trash” als Spam. Diesmal startete ich von der letzten Seite weg und arbeitete mich Stück für Stück vor bis ich auf eine bestimmte Mail vom Februar 2014 gestoßen bin. Grob wusste ich noch, dass das die Zeit bei mir war in der ich beruflich unzufrieden war aber nicht den Mut hatte mich davon zu lösen. In einen meiner Posts habe ich euch bereits von meiner Ausbildung erzählt und das ich mit der Entscheidung meiner Eltern diesbezüglich eigentlich nie glücklich gewesen bin. Ehrlich gesagt habe ich auch das was meine Eltern mir damals geraten haben, nie in Frage gestellt, nicht so richtig. Jedenfalls war es einer dieser Tage im Büro, in einem Job wo Kreativität nicht wirklich Platz hat, mehr Eintönigkeit gefragt ist und eine Rechnung nach der anderen über den Schreibtisch gegangen ist. Nicht das was ich mir nach 5 Jahren HTL im Beruf erwartet habe. An dem Tag schrieb ich in einem Akt der Verzweifelung ein Mail an Maddie von DariaDaria, nachdem ich durch Zufall über diesen Artikel gestolpert bin. Ihr kennt bestimmt dieses Facebook Mysterium, man entdeckt einen Beitrag, den gerade von einem Freund geliked wurde und man ist brennend interessiert daran was gelesen wurde. Eins führte zum Anderen und ich las ihren Artikel. Ich war ehrlich gesagt überrascht wieviele Worte davon meinen täglichen Gedankengängen ähnelten, das rüttelte mich ein wenig wach. Der Moment wenn es klick macht und man checkt, dass man eigentlich etwas macht was man gar nicht will, kennt ihr das Gefühl? Den Mut für Veränderung haben nicht viele und auch ich war nicht wirklich ein Freund davon, denn wie es nun mal ist können diese Gutes oder auch Schlechtes mit sich bringen. Bis dahin war ich keine Person die Risiken gewagt hat, ich war immer gerne wie man so schön sagt “on the safe side”. Nachdem ich das Mail abgeschickt hatte, habe ich nie wirklich mit einer Antwort gerechnet, weil ich wusste, dass ich eine unter 100 war oder höchstwahrscheinlich in ihrem Spamordner gelandet bin. Ich bekam allerdings unerwartet Antwort von Maddie. Ihre Antwort kam überraschend aber gab mir einen kleinen Motivationsschub und einen Funken Hoffnung. Was danach folgte war 3 Monate später die Kündigung und den Schritt in die Selbständigkeit. Ich behaupte nicht, dass das was danach kam einfach war, denn jeder der schon mal den Schritt in die Selbständigkeit gewagt hat, weiß was einen erwartet. Nichtsdestotrotz war ich glücklich so entschieden zu haben und ich bereue es auch heute nicht. Vom jetzigen Standpunkt betrachtet, exakt eine Woche vor meiner Abreise nach London, habe ich festgestellt, dass das Leben doch wie eine Pretzel ist, eine endlose Schleife aus Ereignissen mit einem Boomerangeffekt. Was schon längst vergessen ist kommt wieder auf einen zurück und in diesem Fall, dass ich genau jetzt wieder darüber gestolpert bin, ist wie verhext. Auch wenn es jetzt ein wenig spät dafür ist, möchte ich mich bei Maddie dafür bedanken. Danke für die Zeilen, deinen Zuspruch und den Motivationsschub den du mir gegeben hast, um wieder weiterzumachen. Manchmal sind es einfach die kleinen Dinge im Leben die einen wieder auf die richtige Fährte führen und wieder Glück und Freude bringen. Für mich fängt jetzt jedenfalls ein neues Abenteuer an, in das ich mich mit voller Energie stürzen werde. Wenn es etwas im Leben gibt, auf das man hinsteuert, dann sollte man sich davon nicht abbringen lassen. Was man nie vergessen sollte: Gib dich selbst nicht auf und lebe dein Leben in vollen Zügen.

Happy Sunday guys!
xx Bella


Fashion pen behind the Wearabelle Journal │Fitness junkie who lives by the Wine Not Wednesday rule and cheese.

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